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Dritter „Health Circle“ der Initiative Gesundheitswirtschaft:
Gesundheitswirtschaft stellt dem Investitionsstandort Brandenburg grundsätzlich gute Noten aus

Potsdam, 25.01.2013

Um die regionale Gesundheitswirtschaft weiter zu stärken, haben die Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) und die Initiative Gesundheitswirtschaft Brandenburg (IGW-BB) eine Kooperation geschlossen. Der Vertrag wurde beim jüngsten „Health Circle“ in Potsdam geschlossen.
Bei dieser politischen Veranstaltungsreihe der Initiative Gesundheitswirtschaft haben Politiker, Wirtschaftsförderer, Wissenschaftler und Unternehmen dem Investitionsstandort Brandenburg ein gutes Gesamtzeugnis ausgestellt. Inzwischen gilt die Gesundheitswirtschaft in Berlin-Brandenburg als stärkster Wirtschaftssektor. 2011 zählte die Gesundheitsregion 5.775 Unternehmen, darunter z.B. 30 Pharmaunternehmen, 215 Biotechnologie- und Biomedizin-Unternehmen, 280 Medizintechnik-Firmen mit 274.800 Beschäftigen. Die Unternehmen erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 15,66 Milliarden Euro. 

„Wir dürfen die gesundheitliche Versorgung aber nicht nur unter wirtschaftlichen Aspekten betrachten, sonst wird uns der Weg entlang der gesamten Wertschöpfungskette nicht gelingen. Dafür benötigen wir auch eine fassbare Struktur,“ sagte die brandenburgische Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt bei der Veranstaltung. 

Zu der „Health Circle“-Diskussion, die am vergangenen Mittwochabend in der Villa Arnim in Potsdam nach einem Grußwort des stellvertretenden IGW-Vorsitzenden Jürgen Waldheim stattfand und von Elimar Brandt moderiert wurde, waren weiterhin Dr. Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg, Prof. Andreas Lendlein, Leiter des Helmholtz-Zentrums für Biomaterialentwicklung in Teltow, sowie Dr. Andreas Pachten, Technik-Leiter der Human BioScience GmbH in Luckenwalde, eingeladen.

Im Zentrum der Debatte standen die Fragen „Was läuft gut, was muss besser werden?“. Auch wenn der Standort Brandenburg für Investitionen der Gesundheitswirtschaft grundsätzlich attraktiv ist, gibt es durchaus Verbesserungsmöglichkeiten. So merkte Dr. Kammradt an, dass die Vernetzung unter den verschiedenen Playern, den Kliniken, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft verbessert werden müsse und sich die ZAB hier in der Rolle des Wissensvermittlers sehe: „Das Wissen um Fördermöglichkeiten und -techniken müssen wir als ZAB in die Kliniken und in die Unternehmen hineintragen. Das können wir nicht voraussetzen."

Insbesondere wurde eine transparente Förderstruktur der öffentlichen Hand gefordert. Prof. Dr. Lendlein bedauerte, dass sich das Investitionsklima verschlechtert habe und die Situation besonders für die Frühphasenförderung schwierig geworden sei. Zudem regte er an, die Wissenschaft stärker in die Förderung einzubeziehen, es gebe viele „Hidden Champions“, die zu einem Cluster zusammengebaut werden müssten. Viele Ideen würden ins Ausland abwandern, weil sie dort bessere Realisierungschancen hätten.

Dr. Pachten bestätigte die im Land vorhandene Exzellenz, die aber sichtbar werden müsse. Es bräuchte auch eine bessere Servicequalität der fördernden Institutionen und aktiver Unterstützungsleistungen. Die Förderbedingungen seien in der Praxis häufig schwer umsetzbar: „Wir verschwenden viel zu viel kostbare Zeit für Formalien.

PDFPressinformation vom 25.01.2013 (82 KB)








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